3-, 4- oder 5-fädig – was ist eigentlich der Unterschied?

3-, 4- oder 5-fädig – was ist eigentlich der Unterschied?

3-, 4- oder 5-fädig – was ist eigentlich der Unterschied?

Wer zum ersten Mal einen Bobbel bestellt, stolpert ziemlich schnell über eine Frage: 3-fädig, 4-fädig oder 5-fädig – was soll ich nehmen?

Dabei geht es zunächst ganz einfach darum, wie viele einzelne Fäden gemeinsam verarbeitet werden. Bei meinen Bobbeln liegen diese Fäden nebeneinander und sind nicht miteinander verzwirnt.

Je mehr Fäden zusammenlaufen, desto stärker wird das Garn. Welche Fädigkeit am besten passt, hängt deshalb vor allem davon ab, was du daraus machen möchtest und wie dein fertiges Projekt wirken soll.

3-fädig – etwas feiner

Bei einem 3-fädigen Bobbel laufen drei einzelne Fäden gemeinsam.

Dadurch ist das Garn feiner als bei einer 4- oder 5-fädigen Variante. Das kann besonders schön sein, wenn du ein eher leichtes Projekt arbeiten möchtest.

Wie locker oder fest das fertige Stück wird, hängt aber nicht allein von der Fädigkeit ab. Auch Muster, Nadelstärke und deine persönliche Arbeitsweise spielen eine wichtige Rolle.

4-fädig – die mittlere Garnstärke

Bei einem 4-fädigen Bobbel laufen vier einzelne Fäden gemeinsam.

Die Garnstärke liegt damit zwischen 3- und 5-fädig. 4-fädiges Garn ist vielseitig einsetzbar und eignet sich für ganz unterschiedliche Projekte – zum Beispiel Tücher, Schals, Oberteile oder größere Arbeiten.

Welche Fädigkeiten bei einem bestimmten Bobbel erhältlich sind, siehst du direkt in der jeweiligen Produktauswahl.

5-fädig – mehr Garnstärke

Bei 5 Fäden werden fünf einzelne Fäden gemeinsam verarbeitet.

Dadurch ist das Garn stärker als bei 3 oder 4 Fäden und bei gleicher Lauflänge entsprechend schwerer.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein 5-fädiges Projekt fester oder „besser“ wird. Wie das fertige Stück fällt und sich anfühlt, hängt ebenso von Muster, Nadelstärke und Verarbeitung ab.

Bedeutet mehr Fäden automatisch besser?

Ganz klar: Nein.

3-, 4- und 5-fädig sind keine Qualitätsstufen. Es geht darum, welche Garnstärke du für dein Projekt möchtest.

Ein feineres Garn kann für ein bestimmtes Projekt genau richtig sein, während bei einem anderen eine stärkere Variante besser zur gewünschten Wirkung passt.

Was passiert mit dem Gewicht?

Bei gleicher Lauflänge gilt grundsätzlich:

Je mehr Fäden ein Bobbel hat, desto mehr Garnmaterial steckt darin und desto höher ist das Gewicht.

Ein 5-fädiger Bobbel mit derselben Lauflänge wie ein 3-fädiger Bobbel ist deshalb schwerer.

Die Meterzahl allein sagt also noch nicht alles. Auch die Fädigkeit gehört dazu, wenn du verschiedene Bobbel miteinander vergleichst.

Welche Nadelstärke passt?

Eine einzige richtige Nadelstärke gibt es nicht. Muster, Arbeitsweise und gewünschter Fall spielen dabei eine große Rolle.

Als groben Ausgangspunkt kannst du dich ungefähr daran orientieren:

3-fädig: etwa 3,0–4,0 mm
4-fädig: etwa 3,5–4,5 mm
5-fädig: etwa 4,0–5,0 mm

Wer sehr fest arbeitet, greift oft zu einer etwas größeren Nadel. Wer sehr locker arbeitet, kommt möglicherweise mit einer kleineren besser zurecht.

Bei Tüchern oder anderen locker fallenden Projekten darf die Nadel ruhig etwas größer gewählt werden. Arbeitest du nach einer Anleitung, würde ich mich zunächst an deren Angaben orientieren.

Eine kleine Maschenprobe kann außerdem helfen, wenn du dir bei Nadelstärke oder Garnwirkung unsicher bist.

Welche Fädigkeit kann ich bestellen?

Das hängt vom jeweiligen Bobbel und den angebotenen Varianten ab.

Welche Fädigkeiten aktuell verfügbar sind, findest du direkt in der Produktauswahl des jeweiligen Bobbels.

So siehst du sofort, welche Möglichkeiten es für deinen gewünschten Bobbel gibt.

Welche Fädigkeit passt zu mir?

Wenn du dir unsicher bist, hilft oft schon eine einfache Frage:

Möchte ich ein eher feineres Garn, eine mittlere Garnstärke oder bewusst eine stärkere Variante?

Dann wird die Entscheidung zwischen 3, 4 und 5 Fäden meistens schon deutlich einfacher.

Und wenn du nach einer bestimmten Anleitung arbeitest, lohnt sich immer auch ein Blick darauf, welche Garnstärke und Nadelstärke dort vorgesehen sind.